Archiv für August, 2008

Graffiti – Streetart aus Quito – 3

Veröffentlicht in Ecuador, Graffiti, Politik, Quito am August 6, 2008 von maekkel

Ein paar neue Graffiti aus Quito – diesmal mit dabei „Cholomachine“. Eigentlich ein Klamottenladen für gut designte Drucke auf Klamotten, etc… Aber in der ganzen Stadt kann man die recht aufwendigen Werbe-Stencils sehen.

Leider kommen nur wenige neue Sachen dazu, da mir ja vor einigen Wochen meine Kamera gestohlen wurde, mit ca. 120 Fotos.

Aber die Politik soll ja auch nicht zu kurz kommen…

No al TLC


Heisst soviel wie: Viel Erdölförderung = wenig Yasuní (der wohl artenreichste Regenwald der Welt)
Mehr dazu auch bei Acción Ecológica.
Achtung das ist eine Seite von „radikalen“ Ambientalistas.
Uiuiui – ganz schön schlimme Finger. Aufgepasst! Ich habe euch gewarnt!

Und nicht zu vergessen: Dr. Wolfgang Schäubles feuchter Traum: der „Nationale Sicherheitsrat“, sprich den Einsatz der Bundeswehr im Inneren.
Yep! – das bedeutet dann Polizeistaat! – aber ist ja nicht mehr weit hin…

Politik und andere Krankheiten

Veröffentlicht in Amazonien, Ecuador, Politik, Quito am August 6, 2008 von maekkel

Zuerst mal die Neuigkeiten:

Ich habe die Grippe – habe wirklich vergessen wie doof diese Krankheit ist. Werde deshalb noch ein wenig warten bevor ich wieder runter fahre.

Antonia ist wieder sicher in Dland und wird wohl ganz viel Körnerbrot essen, da es ja gutes Brot nicht so häufig gibt im lustigen Ecuador.

Andreas ist am Sonntag zu den Secoya (Aido Pai) aufgebrochen, einer Gruppe von ca. 500 Menschen, davon 300 in Ecuador. Das idyllische Örtchen San Pablo, umgeben von weniger idyllischer Erdölindustrie, welche fleissig die Umwelt seit Jahrzehnten verseucht, liegt wohl etwas abseits und scheint auch kaum bekannt. Da Andreas wohl heute (hoffentlich) erst ankommen wird. Er schrieb das er wohl über Puerta San Gregorio mit einer Lancha nach San Pablo kommen kann… . Nebenbei machen sich die Leute und wohl Andreas auch grosse Sorgen um die Guerilla – damit ist dann wohl die kolumbiansche FARC gemeint. Dieses Jahr geschah dann auch der – völkerrechtlich äussersts fragwürdige – Angriff Kolumbiens auf ein Camp der FARC bei der 23 Menschen starben.

Bin übrigens der Meinung, das wenn ein Ort den Namen eines Heiligen besitzt, man sich wirklich weit weg von der „Zivilisation“ befindet.

Noch ein schönes Bildchen von der Rückfahrt von Tena nach Quito:

Zur Politik:

Nach ein wenig Abstand von Dland und vorallem der Dauerlügenberieselung durch die Medien, sehen die Dinge doch stark anders aus. Mir fällt vorallem diese „Ausweichpolitik“ unserer ach so schönen Große Koalition mit ihrer Vorzeige-Rampensau, dem Merkel-Ferkel und Schäuble, der Feind der Freiheit auf Rädern. Ich Könnte so kotzen, wenn ich sehe, wie diese Heuchler versuchen ein sterbendendes Antidemokratisches System nicht nur versuchen zu Retten sondern auch noch zu radikalisieren.

Dann ist dann auch noch die FDP, mit ihrem Oberpinsel Guido (hat euch lieb) Westerwelle. Er und seine Partei haben den ursprünglichen Gedanken der Liberalität, deren Schwester die Anarchie ist, so gründlich vergewaltigt, das sie wohl wenn sie mal in einem „Freien Markt“ hautnah erleben würden, sich wohl sofort in eiserne Kommunisten verwandeln würden. Den eigentlich möchte man den Freien Handel überall auf der Welt – ausser im eigenen Lande. Stattdessen geben diese Heuchler nun der Volksrebublik China die Schuld, das diese sich an die Regeln des späten Kapitalismus mit „freien“ Märkten halten und ebenfalls auf freie Märkte in Europa und den USA pochen. Aber nein – schreien dann die Hampelmänner aus CDU und FDP, die diese Politik seit Jahrzehnten forcierten, wenn nun die Euro-US-Märkte von (billigen) asiatischen Wahren überschwemmt werden. So sind sie halt die Marktradikalen Heuchler von jeder Coleur.
Sie sind wie die Schweine aus Animal Farm, die nachträglich den Spruch: „Alle Tiere sind gleich!“ in Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher! ändern wollen. Aber Schneeball ist zurück und sagt: „Nein, nein, nein – Gleiche Regeln für alle!“

Schade, das die Chinesen keine Trotzkisten sind. Old Major starb einfach zu früh…

Profitmaximierung um jeden Preis. Darum geht es!
Das ist der einzige Wert an dem Erfolg gemessen wird.

Und die Chinesen haben als gute Kommunisten den Markt gut begriffen und handeln nach seinen Regeln.
Können wir, die wir dieses System geschaffen haben und tragen es ihnen verübeln – wenn sie Erfolg damit haben?