Was geschah und dies und das…
Quito, den 07.06.2008
Eine kleine Zusammenfassung der letzten Tage und meine Eindrücke.
Sehr angenehm ist die Abwesenheit von mexikanischer Ranchera-Musik, dafür gibt es so Andenschmu, der vorallem mit äusserst dilletantisch produzierten Musikvideos begeistert. Meist werden in diesen Videos kleine Geschichten erzählt wobei natürlich Der/die SängerIn und seine/ihre FreundIn die Protagonisten sind. Diese Pärchen sind von angenehmer Durchschnittlichkeit geprägt und ich habe nicht einmal ein Model gesehen. Stattdessen sehen die Leute genauso aus wie hier in den Strassen, leider ist der Gesang und die Musik ebenso „gewöhnlich“.
Ich habe aber dennoch ein Lieblingsvideo:
Die Sängerin steht irgendwo herum (z.B. Im Wald, Auf einem Maisfeld, der „Mitad del Mundo“ oder einer Autobahnbrücke) und weint um ihren Fremdgehenden Kerl. Dieser wird immer wieder mit seinem Seitensprung durch den Park spazierend eingeblendet. Doch am Ende der Geschichte erwischt sie diesen natürlich doch anstatt der gewöhnlichen Ohrfeige für den untreuen Kerl gibt es saftige Prügel. Die Sängerin wirft ihre Nebenbuhlerin und den Kerl auf den Boden, springt dann auf diesen und gibt ihm geballte Faustschläge ins Gesicht während das Video langsam ausblendet.
Nachdem ich bei den Bonillas auszog und auf meine von der Sprachschule vermittelten Familie wartete, wohnte ich im „Hostal ´Centro del Mundo´„. Damit ich ein wenig auch die touristische Seite kennenlernen kann. Dieses Hostel befindet sich tatsächlich im Zentrum von „Gringolandia“ auch „Zona Roja/Rosario“ genannt. Ist schon sehr erfrischend wenn man morgens frueh erstmal Cocaine angeboten bekommt.
Grass hat mir bisher noch niemand angeboten.
Meist ist der Spruch der Dealer folgender: „¡Hola! – ¿Coca?“
Die Leute im Hostal „El Centro del Mundo“ waren sehr nett und meist aus den üblichen Ländern: Canada, Israel, UK , Niederlande und Japan und ab und an trifft man noch den seltenen US-Amerikaner. Vorallem die Israelis wissen zu feiern.

„Mongoclique“
Letztes Wochende war ich dann in den „Termas de Papallacta“ recht hübsch gelegen in einem Tal und mit wunderbar heissem Quellwasser.
Der ideale Ort nach einer durchzechten Nacht.